Aktuelle Hinweise
Auf dieser Seite finden Sie Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen, Fortbildungen sowie Neuigkeiten im Bereich der Print- und Onlineveröffentlichungen im Themenfeld der Antisemitismusprävention.
Schülervorstellungen des Musicals "Die Weisse Rose" im Juli in München und Füssen
Das Musical „Die Weisse Rose“, das die Geschichte des studentischen Widerstands gegen die NS-Diktatur aufgreift, thematisiert den Weg, den die Widerstandsgruppe zurücklegen musste, um sich dem NS-System entgegenzustellen. Das Musical (Buch und Regie: Vera Bolten, Musik: Alex Melcher) erzählt aber auch vom Erwachsenwerden junger Menschen, von erster Liebe, von Hoffnung und Unsicherheit. In dem Werk, das von der Deutschen Musical Akademie als bestes Musical 2025 ausgezeichnet worden ist, werden immer wieder auch Originaltexte der Weißen Rose einbezogen und künstlerisch reflektiert.
In Bayern gastiert das Musical mit speziellen Schülervorstellungen
- in München, am 3. Juli 2026, um 11 Uhr, sowie
- in Füssen, am 14., 15. und 16. Juli 2026, um 10 Uhr.
Nähere Informationen enthält die Homepage des Musicals, auf der auch Begleitmaterial für Schülerinnen und Schüler zum Download zur Verfügung steht.
Eskalation im Nahen Osten: Unterstützung für Lehrkräfte im Umgang mit dem Nahostkonflikt und zunehmendem Antisemitismus
Die aktuelle Eskalation im Nahen Osten stellt für viele Menschen in Bayern eine Belastung dar. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte haben familiäre oder persönliche Bezüge in die Region oder fühlen sich z. B. aus religiösen, kulturellen oder politischen Gründen mit den dort lebenden Menschen verbunden. In den Schulen spiegeln sich häufig damit verbundene Sorgen, Ängste und Spannungen wider.
Jede Form von Antisemitismus, Rassismus und Extremismus, der Aufruf zur Gewalt, die Verherrlichung von Terror, das Infragestellen des Existenzrechts Israels, die Relativierung oder Leugnung der Shoa sowie die Herabwürdigung von Juden und Jüdinnen oder anderen Bevölkerungsgruppen haben an bayerischen Schulen keinen Platz.
Zugleich gilt, dass Kinder und Jugendliche – unabhängig von Herkunft und religiöser Zugehörigkeit – durch Bilder und Berichte aus der Region verunsichert und in Sorge sein können. Schulen übernehmen hier eine zentrale Rolle: Sie bieten Orientierung, ermöglichen eine sachliche Einordnung und schaffen Räume für respektvolle Gespräche. Lehrkräfte sind bei dieser Aufgabe nicht allein, ihnen stehen vielfältige Unterstützungs- und Beratungsangebote zur Verfügung.
Die untenstehenden Links sollen Ihnen Orientierung geben, um die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten und ihre Auswirkungen auf schulische Zusammenhänge besser einordnen zu können.
Unterstützung für Lehrkräfte: Tipps zum Umgang mit aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten
Hilfreiche Materialien und weiterführende Links
1. Orientierung und Einordnung des aktuellen Geschehens
- Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit: Top-Thema Israel mit umfangreicher Materialiensammlung sowie Themenforum Antisemitismus
- Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): aktuelle Informationen zur Lage im Iran auf der Startseite der bpb; Themenseite „Wie umgehen mit dem Nahostkonflikt? – Eine Übersicht für Schulen und Bildungseinrichtungen“
- Themenportal Politische Bildung des ISB: Krieg im Nahen Osten: Der Iran
- Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg: Dossier zum Nahostkonflikt mit aktuellen Entwicklungen
- ZDF logo! Themenseite „Kämpfe in Israel und dem Gazastreifen“ mit kindgerechten Erklärungen für jüngere Schülerinnen und Schüler: Die Kindernachrichten des ZDF - Alle Videos und Artikel - logo!
2. Pädagogische Handreichungen zum Nahostkonflikt im Unterricht
- ufuq.de: Handreichung „Der Nahostkonflikt in Unterricht und Schule“ – praktische Impulse, Methoden und Gesprächsstrategien für Lehrkräfte sowie Handreichung „Der Krieg im Unterricht oder: Wie geht es dir?“
- KMK und Zentralrat der Juden: Gemeinsame Empfehlungen zum Umgang mit Antisemitismus in der Schule sowie kommentierte Materialsammlung
- Kooperationsverbund gegen Antisemitismus: Materialien für pädagogische Fachkräfte
- MindPrevention: „Reagieren, einordnen, im Gespräch bleiben. Umgang mit dem Nahostkonflikt im schulischen Kontext“, Handreichung für Lehrkräfte im Rahmen des Projekts REframe
3. Antisemitismus erkennen und kompetent reagieren
- Auf diesem Portal finden Sie unter den Handlungsräumen (Klassenzimmer, Lehrerzimmer, Schulleben) konkrete Fallbeispiele und Interventionsvorschläge.
- Weitere einschlägige digitale Angebote finden Sie im Portal in der Rubrik Materialpool. Hervorzuheben sind besonders die folgenden Seiten, die konkrete Argumentationshilfen gegen antisemitische Parolen und Vorurteile bieten: stopantisemitismus.de (u. a. bpb), „Nichts gegen Juden“ (Amadeu Antonio Stiftung) sowie die Handreichung „Digitale politische Bildung zu israelbezogenem Antisemitismus“ (democ)
4. Betroffene Schülerinnen und Schüler schützen
Jüdische Schülerinnen und Schüler erleben derzeit eine besonders belastende Situation. Die RIAS-Publikation „Antisemitismus zwischen Klassenzimmer und Freizeit" (Februar 2026, Report Antisemitism) belegt, dass viele jüdische Kinder und Jugendliche in Bayern Angst empfinden und sich im Schulalltag eingeschränkt fühlen. Bitte achten Sie besonders auf:
- Signale von Betroffenheit und Angst bei jüdischen (oder als jüdisch wahrgenommenen) Schülerinnen und Schülern;
- vermeintliche „Witze", Codes oder Parolen mit antisemitischem Gehalt;
- israelfeindliche Äußerungen, die das Existenzrecht Israels in Frage stellen oder NS-Vergleiche herstellen;
- Verschwörungserzählungen in sozialen Medien, die von Schülerinnen und Schülern in den Unterricht getragen werden.
Die Beratungsstelle B.U.D. Bayern (Beratung, Unterstützung, Dokumentation) bietet Unterstützung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.
5. Umgang mit verstörenden Inhalten
Über soziale Medien verbreiten sich derzeit mit großer Geschwindigkeit verstörende Bilder und Videos aus dem Kriegsgebiet. Hinweise zum Umgang damit finden Sie u. a.
- im Magazin der BayernCloud Schule zum Thema „Wenn Nachrichten überfordern und belasten“ sowie zum Thema „Jugendgefährdende und problematische Inhalte“
- auf Klicksafe.de zum Umgang mit Krieg im Unterricht
- auf den Seiten des Medienführerscheins Bayern: Wenn Nachrichten Angst machen
- auf JugendSchutz.net: Startseite | jugendschutz.net
Achten Sie darauf, dass Schülerinnen und Schüler einen geschützten Raum erhalten, um über das Gesehene zu sprechen.
Und dennoch Morgen. Fragmente zwischen Ohnmacht und Licht. Ein musikalisch-szenisches Werk (Kopie 3)
„Und dennoch Morgen”, so lautet der Titel eines musikalisch-szenischen Werks, mit dem geflüchtete Jugendliche aus der Ukraine, von tiefer Ohnmacht und dem Licht, das es trotz allem gibt, erzählen. Sie versuchen dabei, einen neuen Weg zu finden, um über die Shoa zu sprechen. Bislang unveröffentlichte Briefe der Familie Rehfeldt, geschrieben während der nationalsozialistischen Verfolgung, dienen ihnen dabei als Fenster in die Vergangenheit. Die Darstellerinnen und Darsteller setzen diese Quellen in Beziehung zu Texten u. a. von Else Lasker-Schüler, Nelly Sachs und Elie Wiesel – und nähern sich auch tänzerisch den darin verhandelten Grundfragen von Gerechtigkeit, Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit an.
„Und dennoch Morgen” wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, der Europäischen Janusz Korczak Akademie sowie youthbridge München gefördert.
Die öffentliche Generalprobe findet am Mittwoch, dem 10. Juni 2026 um 11 Uhr im Carl-Orff-Saal des Gasteigs (Rosenheimer Str. 5, 81667 München) statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung unter kultur[at]ejka.org ist erforderlich.
Neues Portal "Jüdisches Bayern"
Seit Sommer 2025 ist das Portal „Jüdisches Bayern“ online. Mit den Rubriken „Jüdisches Leben stärken“ „Bayerisch-israelische Beziehungen vertiefen“ und „Antisemitismus stoppen“ widmet es sich zentralen Themen jüdischen Lebens in Bayern. Dabei erfahren Nutzerinnen und Nutzer nicht nur Wissenswertes über die Geschichte und Gegenwart der jüdischen Gemeinden in Bayern, sondern erhalten eine Fülle an Informationen zu Fragen der Antisemitismusprävention, von digitalen Materialien bis hin zu Anlaufstellen und rechtlichen Bestimmungen, auch über den schulischen Rahmen hinaus. Zudem ist das Portal offen für neue Anregungen, Ideen und Projekte, die an einem der drei Schwerpunktbereiche anknüpfen und bayernweite Bekanntheit erhalten sollten.
Bewerbung zum Anne Frank Tag 2026
Alljährlich findet rund um den Geburtstag von Anne Frank am 12. Juni der vom Anne-Frank-Zentrum ausgerichtete Anne Frank Tag statt. Das Motto des diesjährigen Anne Frank Tages lautet „Geschichte erzählen“. Das Anne-Frank-Zentrum stellt dafür eigens konzipierte digitale Lernmaterialien zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Geschichte von Anne Franks Schwester Margot sowie die Verfolgung von Sinti und Roma.
Die Anmeldung ist bis zum 28. Februar auf der Homepage des Anne Frank Tags möglich. Erforderlich sind neben dem Namen der Schule auch der Schulstempel sowie eine konkrete Idee für ein Vorhaben, das sich mit Anne Frank und der (digitalen) Erinnerung an sie beschäftigt. Auch Ideen bzw. Aktionen, die für Vielfalt und Demokratie werben, sind willkommen. Inspirationen dazu können Eindrücke aus den Vorjahren bieten.
RIAS Jahresbericht: Antisemitische Vorfälle in Bayern 2024
Seit April 2025 steht der Jahresbericht „Antisemitische Vorfälle in Bayern 2024“, der von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern) veröffentlicht wird, zur Verfügung. RIAS Bayern dokumentierte für 2024 im Freistaat 1515 antisemitische Vorfälle. Im Vergleich zu 2023 mit 761 Fällen ist das fast eine Verdoppelung. 80 Prozent aller Vorfälle zeichneten sich auch durch israelbezogenen Antisemitismus aus.
Ausführliche Informationen zu den gemeldeten Vorfällen sowie Fallanalysen finden Sie im Bericht auf der Homepage von RIAS Bayern.
Fortbildungsangebote der ALP Dillingen
Über FIBS finden Sie aktuelle Hinweise zu Fortbildungen, Seminaren, Selbstlernkursen etc. im Kontext der Antisemitismusprävention.